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13.07.2011 - Der Vorstand oder die Deppen, die immer da sind?

  Der Vorstand oder die Deppen, die immer da sind?
Liebe Angelfreunde, gestern Abend war Vorstandsitzung und das Thema "Arbeitseinsätze" war wieder mal auf der Tagesordnung. Die Anzahl der aktiven Mitglieder und der zu leistenden Arbeitsstunden stehen einfach kontra produktiv zueinander. Was tun? Arbeitsstunden erhöhen? mehr Mitglieder anwerben?
Was der Vorstand auch durchdiskutiert, es gibt immer ein pro und contra und im Endeffekt bleibt es dann doch an den Schultern des Vorstandes haften.
Dazu ein paar ganz persönliche Anmerkungen von mir.

Ein Verein besteht, wie es die Bezeichnung treffender nicht ausdrücken kann, aus einer Vereinigung, einer Gemeinschaft von Menschen gleichen Interesses; im vorliegenden Fall einem ASV, dem Angelsportverein Nistertal-Emmerichenhain. Die gleichgerichteten Interessen der Mitglieder klar zu definieren, fällt hingegen schwer, wenn es nicht gar ein unmögliches Unterfangen ist. Einem Angler geht es in erster Linie nicht um den Fang von Fischen, denn gemessen am Arbeitsaufwand und dem erheblichen Einsatz teueren Gerätes, ist das Angeln ziemlich wenig effektiv. Es ist eher die Sehnsucht nach Natur, die den Angler an das Wasser treibt. Es ist aber auch die Ruhe am Wasser, die Entspannung und Erholung verspricht. Ebenso wie der seit Urzeiten in unseren Genen verwurzelte Jagdtrieb, der auf Beute hoffen lässt. Viele dieser Vereine tragen die Bezeichnung "Sport" in ihren Namen. Nun mögen sich manche fragen, was am Angeln denn "Sport" sei. Sport im Sinne von Wettkampf oder Körperertüchtigung, wie etwa beim Fußball oder in der Leichtathletik, ist es gewiss nicht. Sehr treffend dagegen hat Prof. Dr. Claude du Bois-Reymond den Sportangler in einem Gedicht beschrieben. „Wer Fische fängt mit Leidenschaft, Mit Meisterschaft und Wissenschaft, Und hält sich dabei tugendhaft, Gewissenhaft und ehrenhaft, Den reichen Fang mit Maß betreibt, Sorgt, dass im Wasser auch was bleibt, Und angelt nicht um Geld und Gunst, Nein – nur aus Freude an der Kunst, Der ist, wär`s der geringste Knecht, Sportangler und auch fischgerecht."

Hier verbindet sich der "Sport" mit einer „Fischgerechtigkeit", einem Gegenstück zur jagdlichen Waidgerechtigkeit und mit Leidenschaft, Meisterschaft und Wissenschaft, also dem Streben nach Bildung und Vollkommenheit. Und darüber hinaus hat dieser Sport mit „Maß halten" und der Sorge darum, dass auch etwas bleibt, zu tun. Damit ist genau das ausgedrückt, was heute jedem als Naturschutz geläufig ist. Unser Angelsportverein war und ist stets bemüht, diesen Gedanken Rechnung zu tragen. In unzähligen Arbeitseinsätzen setzen sich die Angler im ASV für eine intakte Lebensgemeinschaft, vorwiegend im und am Gewässer, ein. Nicht zu vernachlässigen sind aber auch die Kameradschaft und die Geselligkeit, ohne die eine solche Gemeinschaft nicht bestehen kann. Naturgemäß differieren die Interessensschwerpunkte der einzelnen Mitglieder. Unser Angelverein ist jedoch bestrebt, möglichst allen Aufgaben trotz häufiger Schwierigkeiten und erlittener Rückschläge gerecht zu werden. Um dies zu dokumentieren und damit die aufopfernde, ehrenamtliche Arbeit meiner Vereinskameraden, den toten und den lebenden, den ausgeschiedenen und den künftigen zu würdigen appelliere ich an euer Ehrgefühl. Engagiert euch mehr für das, was wir gemeinsam geschaffen haben. Ja ihr, die "Alten" und ihr die "Jungen". Schau doch mal in euch und vertreibt Interessenlosigkeit, Langeweile und falschen Stolz. Schaut euch doch mal um. Das Vereinsterben geht um. Erst die Sängervereinigungen, dann die Musikvereine und irgendwann auch unserer Verein. Wir müssen jetzt was tun! Sprecht miteinander, verabredet euch, kommt Sonntags zum Frühschoppen und....Arbeit, Arbeit ist immer  da. Am Gewässer mähen, Hüttendienst, Aufräumen und reparieren. Auch appelliere ich an die Miesepeter und Dummschwätzer, an die Besserwisser und Schlechtmacher. Einfach mal die Schnauze halten und großen Worten auch große Taten folgen lassen. Der Vorstand hat immer ein offenes Ohr für seine Mitglieder. Nur wenn es nach Arbeit riecht, steht er ganz alleine da.
So, genug gezaudert. Ich musste mir mal Luft machen. Ich bin voller Stolz in diesem Verein und es tut mir in der Seele weh, mit ansehen zu müssen, wie er dahinsiecht! Geht mal in euch und macht mal mehr als nur die geforderten Arbeitsstunden. Mich persönlich würde es sehr freuen. Burkhard, Michael und Karl warten auf Hilfe ;-)

Euer Rolf
 
 
PS: Getroffene Hund bellen!



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