start
start
start
start
start

19.06.2013 - Herkulesstauden, schön aber gefährlich!

 
Gefahr für Leib und Leben!
Den ungeschützten Kontakt mit dieser Pflanze unbedingt meiden. Gerade an Gewässern, im Bereich des Breitenbaches, ist diese Pflanze häufig zu finden

Die Herkulesstaude

Schön aber gefährlich – Gefahr für Leib und Leben!

Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, bietet ein imposantes Bild in Gärten, an Bachläufen und Straßenrändern in der Verbandsgemeinde. Eine imposante Pflanze mit gefährlicher Auswirkung für Mensch und Natur. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Kaukasus als Zierpflanze eingeführt. Sie keimt im zeitigen Frühjahr und besitzt gegenüber den heimischen Pflanzen ein rasantes Wachstum, nicht selten über 4 m hoch. Jede Pflanze produziert bis zu 30.000 neue Samen, welche über mehrere Jahre hinweg keimfähig sind. Die Samen können mitunter in mehrjähriger Keimruhe verbleiben. Die Herkulesstaude hat keine besonderen Standortansprüche und breitet sich daher schnell aus, wobei sie große Flächen bedecken kann.

HAUT IN GEFAHR!

Alle Pflanzenteile der Herkulesstaude enthalten eine gefährliche Substanz, Furocumarin, die bei Kontakt mit dem Pflanzensaft auf die Haut gelangt. Bei Sonneneinstrahlung bildet Furocumarin zusammen mit körpereigenem Eiweiß ein Antigen, das zu einer starken allergischen Reaktion führt. Auf der Haut bilden sich Blasen, die an eine schwere Verbrennung erinnern und eine Verfärbung, die monatelang anhalten kann. Schon die Dämpfe können die Gesundheit beeinträchtigten und z. B. Übelkeit verursachen. Selbst vertrocknete Stengel und Blüten, ja selbst die Samen enthalten noch das tückische Furocumarin.

ERSTE HILFE
Besteht der Verdacht, dass Pflanzensaft der Herkulesstaude auf die Haut gelangt ist, muss die betroffene Fläche, auch wenn noch keine Reaktion sichtbar ist, gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Sinnvoll ist es, anschließend eine Sonnenschutzcreme aufzutragen. Trotzdem sollte die Sonne für zwei bis drei Tage gemieden werden. Treten besonders starke Hautreaktionen auf, wendet man sich am besten an einen Hautarzt.

Bekämpfung: Patentrezepte gibt es nicht! – Ausgraben ist die sicherste Methode

Um es vorweg zu nehmen: die Bekämpfung der Bestände von Herkulesstauden ist langwierig und dauert mehrere Jahre. Sie sollte bei starker Bewölkung oder in der Abenddämmerung mit entsprechender Schutzkleidung (geschlossene Schuhe oder Stiefel - möglichst mit Plastiktüten umwickelt -, lange Hose, Oberteil mit langen Ärmeln, Handschuhe und Kopfbedeckung) erfolgen. Die erfolgreichste Methode ist, die Pflanze einfach auszugraben. Blütendolden abzuschlagen ist zwar eine kurzfristige Lösung, aber die Pflanze wehrt sich umgehend mit sogenannten Notblüten. Diese wachsen meisten versteckt am Boden und werden nicht mehr wahrgenommen. Eine Bekämpfung, wie nachstehend beschrieben, ist nur dann erfolgreich, wenn sie in den drei Folgejahren wiederholt wird. Teile von Herkulesstauden sollten auf keinen Fall über die Biotonne oder den Kompost entsorgt werden, da auch dies zu deren Verbreitung beiträgt. Im Einzelfall kann eine Entsorgung über den Restmüll, am besten in separaten Tüten, erfolgen.

Sollten sie bei Spaziergängen oder bei Freizeitaktivitäten Herkulesstauden sehen, melden sie bitte die Standorte an die Umweltbeauftragten der Verbandsgemeinde.

            



« Zurück

Besucherzähler