Neuigkeiten

Achtung!

Angeordnete Verhaltensmaßnahmen beim Angeln am Vereinsweiher!

Karpfen mit Carp Edema Virus (Koi Sleepy Disease) befallen.

- Vorabprüfbericht der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, LM-Überwachung u. Veterinärwesen, Frau Dr. Flamm, Fachtierärztin für Fische vom 27.05.2020.

Als hätten wir mit Corona-19 nicht schon genug am Hacken, jetzt haben wir auch noch einen Virus bei unseren Karpfen zu verzeichnen, dass seit dem 22.05.2020 zu einem Fischsterben geführt hat.

Eines vorweg! Für diesen Virus kann niemand etwas, wir wissen nicht wie er in unser Gewässer gekommen ist. Wir können nur etwas tun um diesen Virus im Zaum zu halten, nicht weiter zu verbreiten und dazu seid ihr alle in der Verantwortung!

Zur Information

Das Carp Edema Virus (CEV) verursacht bei Karpfen die Schlafkrankheit der Koi (Koi Sleepy Disease). Diese Erkrankung ist seit etwa 15 Jahren in Japan bekannt. Erste Krankheitsausbrüche in Europa (England, Niederlande, Deutschland, Österreich) traten kürzlich auf. Die Erkrankung kann bei infizierten Fischen zu Apathie, Hautveränderungen und Kiemennekrose führen. Krankheitsausbrüche treten idR. bei Wassertemperaturen zwischen 15°C und 25°C auf und können in einem Bestand zu Mortalitäten bis 80% führen.

Tierseuchenrechtlich ist eine CEV-Infektion in Deutschland nicht melde- oder anzeigepflichtig.

Erkennungsmerkmale

  • mittel- bis hochgradige Apathie
  • Eingefallene Augen
  • Hautläsionen mit Schleimhautveränderungen
  • leichte Kiemennekrosen
  • Entzündungen des Afters
  • normale Körperkondition

Diagnose

Der Nachweis des Carp Edema Virus erfolgt an Organmaterial mittels PCR-Labormethode. Dieses molekularbiologische Verfahren ist eine sehr sensitive und schnelle Nachweis-Methode. Der Virus lässt sich dabei am sichersten in Kiemen und Hautproben nachweisen.

Ist eine Therapie möglich?

Eine medikamentöse Therapie ist wie bei anderen Virus-bedingten Fischerkrankungen nicht möglich.

Vorbeugung

Bei allen Besatz- und Umsetzmaßnahmen sollte so gut wie möglich Stress vermieden werden. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Fische immer Frischwasser zur Verfügung haben und sich so kurz wie möglich in engen Abfischbehältnissen befinden. Grundsätzlich sind zu dichte Besatzverhältnisse zu vermeiden.

Weiterhin gilt die Vermeidung der Einschleppung in den Bestand aus CEV-freien Weihern. Neu erworbene Fische sollten nicht mit Altbeständen vermischt werden.

Die Einhaltung arbeitshygienischer Maßnahmen (getrennte Wasserführung, eigene Arbeitsgeräte, Reinigung und Desinfektion von z.B. Händen, aber auch Transportbehältern und anderen Gerätschaften) ist daneben unerlässlicher Teil der guten fachlichen Praxis.

Sanierung

Nach einer Infektion kann die Sanierung von Teichen und Anlagen der Fischzucht durch Bestandsaustausch und anschließender Teichpflege inkl. Desinfektion vor dem nächsten Neubesatz erfolgen.

Betroffene Karpfen bergen keine gesundheitliche Gefahr für den Menschen. Die Tiere können unter Berücksichtigung der Lebensmittelethik dem menschlichen Verzehr zugeführt werden.

Ausblick

Notwendig sind weitere Probeentnahmen, die die Gewässerwarte zukünftig durchführen und dem Veterinäramt zuleiten werden.

Der Vorstand hält engen Kontakt mit der Fischereiaufsicht, der KV Westerwald, Referat Tierschutz und Tierseuchenbekämpfung, dem Veterinäramt und der unteren Wasserbehörde. Auch wenn der Virus nicht meldepflichtig ist, haben wir beschlossen ganz offen mit der Angelegenheit umzugehen um unsere Mitglieder zu informieren und angrenzende Angelvereine zu schützen. Es reich ein kontaminierter Unterfangkescher schon aus, das Virus in ein anderes Gewässer zu verschleppen. Deswegen sind hier alle Angler aufgefordert, alles Menschenmögliche zu tun um die Vermeidung des Virus zu verhindern.

Da nicht alle unsere Mitglieder Internet haben, bitten wir Weiterleitung der Information an alle Mitglieder des Vereines und an die umliegenden Angelvereine. Solltet ihr in anderen Gewässern angeln wollen, ist eine Desinfektion eurer Angelausrüstung zwingend notwendig.

 

Für den Vorstand

 

Rolf

 

 

Es fehlen noch viele fleißige Hände beim Arbeitseinsatz am 13.06.2020

Es gibt viel am Vereinsweiher zu tun, es ist viel Dank Corona liegen geblieben und die bis jetzt angemeldeten Helfer kann man an einer Hand abzählen. Es werden immer noch viele fleißige Hände für den Arbeitseinsatz am 13.06.2020 um 08:30 Uhr gesucht.

Also heute ruhen, Samstag bei ASV was tun!

Anmeldungen dringend erwünscht unter:

01714898194 Patrick Baran

01712196656 Daniel Künkler

Wichtiger Hinweis zum Arbeitseinsatz 13.06.2020

Der geplante Arbeitseinsatz am 13.6.2020 wird wie geplant um 8:30 Uhr stattfinden!

Da sehr viele Arbeiten, auch in Bezug auf das Ablassen des Weihers, anstehen wird um rege Teilnahme gebeten!

Um alle Vorschriften bezüglich der Corona-Richtlinien einhalten zu können, bitten wir um eine vorherige Anmeldung aller teilnehmenden Personen!

Anmeldungen können bei folgenden Personen erfolgen:

01714898194 Patrick Baran

01712196656 Daniel Künkler

 

 

Der Vorstand

Fischsterben am Vereinsweiher, Vermutete Ursache

- Auflockerung Coronal-Regeln

In den letzten Tagen wurden am Vereinsweiher einige tote Karpfen gesichtet. Die Gewässerwarte haben sich der Sache angenommen, Fische untersucht und werden tote Fische über den Abdecker entsorgen. Krankheitsymptome sind äußerlich keine zu erkennen und nach einer ausführlichen Obduktion und Sezierung der Fische konnte Dr. (asv) Lutz Peter auch keine innerlichen Symptome erkennen.

Da am heutigen Tag keine toten Fische zu vermelden waren, gehen wir davon aus, dass die Karpfen nicht mehr genug Reserven für das Ablaichen gehabt haben (Im Volksmund „Laichverhärtung“).

 

Durch die spürbare Klimaveränderung beginnen Karpfen in der Regel schon sehr früh im Jahr mit dem Laichaufbau. Einige Exemplare sind dadurch schon im April bereit für das Laichgeschäft. Da aber Witterung und Wassertemperatur oft sehr schwanken bekommen sie ihn häufig nicht los. Die Folge er wird hart, und unter sehr ungünstigen Umständen kann dies bei den dann sehr gestressten Tiers zum Tode führen Da auch hier durch schwankende Wassertemperaturen nicht gewährleistet wird, dass die Fische den Laich verlieren, können die beschriebenen Eier der zweiten und dritten Generation dann zu einem richtigen Problem führen. Wenn aber im Frühjahr nur Karpfen und vor allem die großen eingehen, ohne äußere Anzeichen einer Erkrankung zu zeigen, liegt der Verdacht auf Überwinterungsverluste nahe.
Bei steigenden Temperaturen braucht der Karpfen sehr viel Energie um den Kreislauf wieder hoch zu fahren. Dazu verbrennt er seine Fettreserven. Dazu ist aber nur Fett geeignet, welches schnell umgesetzt werden kann. Das befindet ich in den Fettsträngen im Rücken des Karpfens.
Auch einem dicken, fetten Karpfen nutzt sein Körperfett in dem Fall nichts, da es nicht schnell genug umgebaut werden kann.
Konnte diese Fettreserve im Vorjahr nicht ausreichend gefüllt werden oder wurde sie im Winter verbraucht, weil die Tiere ständig beunruhigt wurden, ist bei den Fischen irgendwann der Akku leer. Das einzige was etwas ungewöhnlich ist, ist der frühe Zeitpunkt an dem das Sterben eingesetzt hat.
Normalerweise müssen dazu die Temperaturen schon deutlich ansteigen.
Die Laichzeit der Karpfen ist im vollem Gange, die Karpfen dürfen nicht gestört werden.

Deshalb weisen wir nochmal ausdrücklich darauf hin, dass in unserem Vereinsgewässer (Naturschutzgebiet) das Befahren des Gewässers (auch mit kleinen Futterbooten) und das betreten mit oder ohne Wathosen verboten ist.

Auflockerung Coronal-Regeln: Ein Vereinsmitglied darf ab sofort einen Gastangler mitnehmen! Abstände sind weiterhin einzuhalten!

Corona-Virus im Westerwald, Königsangeln nun auch abgesagt!

Wir haben es uns nicht leicht gemacht, aber nun hat der Vorstand beschlossen, das Königsangeln dieses Jahr ausfallen zu lassen. Auch wenn jetzt überall Lockerungen in Kraft treten, ist immer noch das Virus allgegenwärtig. Es ist zwar schade, aber kein Weltuntergang, so Patrick Baran unser Gewässerwart. Die Gesundheit geht vor, das ist meine Meinung. Angeln könnt ihr nach wie vor unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, in Hinblick auf die Pandemie.

Euer Rolf